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    <title type="text">gblogt</title>
    <subtitle type="text">gblogt:</subtitle>
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      <title>Alles Gute, Robert Schumann</title>
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      <published>2011-05-08T09:06:14Z</published>
      <updated>2011-05-08T10:16:15Z</updated>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p><img src="http://treutwein.net/images/uploads/schumann.jpg" alt="Robert Schumanns Geschenk: Kreditkarte"/><br />
Auch die Volks- und Raiffeisenbanken gratulieren dem Tondichter Robert Schumann zum zweihundertsten Geburtstag. Ganz zeitgem&#228;&#223; gibt es einfach Geld, hier in Form einer Kreditkartenaufladung per easy Credit, bekannt durch die vorher Frankenstadion genannte Spielst&#228;tte des 1. FC N&#252;rnberg. Dass die Karte nur bis 00/00 gilt, wird Robert sicher nicht mehr st&#246;ren.<br />
Schade nur, dass ein minimaler Fehler (siehe Kartennummer) das Bild tr&#252;bt: Robert Schumanns Geburtstag ist n&#228;mlich erst heute, am 8. 5., aber wegen zweier Tage wollen wir nicht abergl&#228;ubisch werden. Die CD-Empfehlung zum Jubil&#228;um: Florian Uhligs Einspielung des Schumann-Klavierkonzerts, erschienen bei H&#228;nssler.
</p> 
      ]]></content>
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      <title>Das Werner Icking Musikarchiv liegt darnieder</title>
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      <published>2010-03-03T19:06:17Z</published>
      <updated>2010-03-04T20:53:18Z</updated>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Das Musikarchiv, das als verl&#228;ssliche St&#252;tze w&#228;hrend der Auszeit von IMSLP diente, hat nun selbst mit Problemen zu k&#228;mpfen. So wie der Text sich liest, leidet es an zu starker Nachfrage, so dass der eigentliche Zweck der Server, die Abteilung f&#252;r Informatik der Universit&#228;t Aarhus zu versorgen, gef&#228;hrdet ist. Die Prognose ist ebenfalls d&#252;ster.&nbsp; Soll es tats&#228;chlich keine Organisation geben, die an tausenden von Downloads pro Tag interessiert ist und, notfalls f&#252;r Einstreuen von Werbung, diese Aufgabe &#252;bernehmen mag? Es ist schon traurig, dass Klatschnachrichten, die schon morgen uninteressant sind, hundertfach feil geboten werden, w&#228;hrend solche wichtigen Portale an &#252;berm&#228;&#223;iger Nachfrage eingehen. Fast liegt mir ja &#8220;Google hilf&#8221; auf der Zunge!
</p> 
      ]]></content>
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      <title>Olympia und der Medaillenspiegel &#45; warum z&#228;hlt Silber fast nicht?</title>
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      <published>2010-02-28T12:48:09Z</published>
      <updated>2010-02-28T13:53:10Z</updated>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Besonders viel kann ich dem Sport ja nicht abgewinnen, aber diesmal bin ich auf einen interessanten mathematischen Aspekt gesto&#223;en. Alle Medien sind sich anscheinend einig (oder schreiben nur gedankenlos ab), dass beim Vergleich zweier Nationen zum Zweck der Rangbestimmung so vorgegangen wird (Mathematiker nennen so etwas eine Ordnung): Die Zahl der Goldmedaillen entscheidet; nur wenn diese gleich ist, guckt man sich die silbernen &#252;berhaupt noch an, analog wird mit Silber- und Bronzemedaillen verfahren. Das ist goldlastig und bevorzugt die Spitzenleistung, was ziemlich gut in die allgemeine gesellschaftliche Wahrnehmung passt: wer kennt denn schon den zweitbesten deutschen Basketballspieler? Andererseits ist im offiziellen Medaillenspiegel von Vancouver ja immerhin noch die Gesamtzahl der Medaillen angegeben; dieses andere Extrem, alle Medaillen als gleichwertig zu betrachten, ist vielleicht etwas zu einebnend, zeigt aber die deutliche Auswirkung der Entscheidung f&#252;r eine Ordnung. Ich bef&#252;rchte, dass die Ursache f&#252;r die verwendete Ordnung ziemlich banal ist: In der alphabetischen Ordnung entscheidet der Buchstabe davor ebenfalls und nur bei Gleichstand guckt man im Wort weiter nach hinten. Nur: ob ein hypothetisches Land mit nur 30 Bronzemedaillen wirklich ein schlechteres Sportniveau hat, als eines, das mit welchem Gl&#252;ck auch immer, eine einzige Silbermedaille erringt, erscheint mir doch recht fraglich. Etwas fairer w&#228;re ein Gewichtungsverfahren, das jede Medaillenart mit einem Faktor multipliziert, der nat&#252;rlich f&#252;r bessere Medaillen gr&#246;&#223;er ausf&#228;llt und man &#252;ber die Summe die Ordnung definiert. Ein paar Ideen dazu: jeweils zwei oder drei Medaillen einer Art z&#228;hlen so viel wie die n&#228;chstbessere. Oder man legt die Pr&#228;mien der Deutschen Sporthilfe zu Grunde: Gold: 15000, Silber: 10000, Bronze 7500 (hier Euro). In fast jedem dieser Verfahren w&#252;rde Deutschland an Kanada vorbei ziehen, w&#252;rde aber von den USA noch &#252;berholt&#8230;
</p> 
      ]]></content>
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      <title>Woolies f&#252;r verschiedene K&#246;rperteile</title>
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      <published>2009-08-13T18:40:34Z</published>
      <updated>2009-09-13T11:15:35Z</updated>
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      <category term="Sprache"
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      <category term="Wirtschaft"
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        label="Wirtschaft" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Anmerkung: Es handelt sich um einen Auszug aus der deutschen Variante der Katalogseite.<br />
<img src="http://treutwein.net/images/uploads/fcb-woolie-klein.jpg" style="border: 0;" alt="Woolie f&#252;r den Kopf" width="350" height="251" /><br />
Wir sehen eine Textilie, die man sich gut als W&#228;rmehaube &#252;ber einer Kaffeekanne vorstellen k&#246;nnte; einen n&#228;heren Hinweis liefert das Wort <em>Woolie</em> (das mit 4000 Google-Treffern bei deutschen Seiten noch keine gr&#246;&#223;ere Verbreitung genie&#223;t). Die gedankliche Verbindung zu Wolle ist eher oberfl&#228;chlich, handelt es sich doch durch und durch um Polyacryl. Da sich der Artikel auch &#252;ber die Auswahlfolge Herren/Accessoires/M&#252;tzen und H&#252;te (letzteres &#252;brigens sorgf&#228;ltig von &#8220;Caps&#8221; zu unterscheiden) erreichen l&#228;sst, d&#252;rfte es sich um eine Strickm&#252;tze handeln. Das Englisch-W&#246;rterbuch vermeldet dem gegen&#252;ber </p><bq>Woolies (nur Plural) Wollstrickwaren, U. S. wollene Unterw&#228;sche.</bq>

<p>Als einzige besondere Eigenschaft wird auf der Bestellseite ein oder eine Logo-Stick erw&#228;hnt. Da ich kein st&#228;bchenf&#246;rmiges Bestandteil erkennen kann (wie beispielsweise beim USB-Stick), steht zu bef&#252;rchten, dass hier eine Stickerei gemeint ist.</p>

<p>Die Farbstellung ist &#252;brigens red/white, wahrlich un&#252;bersetzbare Fachbegriffe. Der Wendewoolie aus dieser Kategorie ist im Unterschied dazu rot/wei&#223; oder (gewendet) rot, Wort&#228;stheten d&#252;rften aber die gute Bommelm&#252;tze bevorzugen.</p>

<p>Ein v&#246;llig andersartiges Woolie, dessen Funktion auf sich auf einen Blick erschlie&#223;t, habe ich auch gefunden:<br />
<img src="http://treutwein.net/images/uploads/woolie2.jpg" style="border: 0;" alt="Woolie f&#252;r den Fu&#223;" width="400" height="176" /><br />
Ich gebe zu, dass dessen Farbangabe noch ausgefallener anmutet. Die Bandbreite der Gegenst&#228;nde l&#228;sst sich sich bei gr&#252;ndlicher Suche noch steigern, vielleicht sogar &#252;ber Sportartikel und Kleidungsst&#252;cke hinaus?
</p> 
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      <title>Die Sucht nach mehr</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2009:site/index/1.19</id>
      <published>2009-04-12T21:54:43Z</published>
      <updated>2009-04-12T23:12:44Z</updated>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p><img src="http://treutwein.net/images/mehr.jpg" width="400" height="260" alt="Mehr-Beispiele"/><br />
Ist es nur einfacher, ein Beispiel aus dem Angebot auszuw&#228;hlen und &#8220;und mehr&#8221; anzukleben, als den passenden Oberbegriff aufzusp&#252;ren?<br />
Oder soll es geheimnisvoller klingen, wenn man &#8220;Coffee and more&#8221; verk&#252;ndet statt eines abgedroschenen &#8220;Kaffee &amp; Kuchen&#8221;? Wobei seit geraumer Zeit die Leute in ein Caf&#233; gehen und ungeniert Tee, Limo und andere Nichtkaffees bestellen; traut man das der Allgemeinheit heute nicht mehr zu? H&#252;bsch ist auch die Vorstellung, dass jemand in einen fachfremden &#8220;und mehr&#8221;-Laden tritt und ungeniert nach einer Packung Edelstahl-Innensechskantschrauben fragt, worauf die Bedienung triumphierend unter die Theke greift und das Gew&#252;nschte hervor zieht. <br />
Die Deutung des &#8220;mehr&#8221; ist beim Spielkasino ist es noch relativ einfach: hier wird das  Verlieren kaschiert. Kniffliger sind die beiden Beispiele, die sich &#8220;und Meer&#8221; lesen. Ob sich hier zur Einfallsarmut noch ein Rechtschreibfehler gesellt? Oder sind &#252;ber das sonstige Angebot hinaus doch vielleicht Ferienwohnungen an der See zu mieten?<br />
Wenn der Mehrheitsdrang weiter anh&#228;lt, hier noch einige Vorschl&#228;ge f&#252;r die Zukunft: Manche Kette von Kaffeer&#246;stern m&#252;sste zwischenzeitlich ohnehin bei Sortierung nach Artikelanzahl &#8222;More &amp; coffee&#8220; hei&#223;en, der Metzger k&#246;nnte unter &#8222;Wurst und mehr&#8220; firmieren, eine Schnellrestaurant-Kette unter &#8222;Hamburger und mehr&#8220;, Banken d&#252;rfen sich, um der Finanzkrise zu trotzen, mit einem kosteng&#252;nstigen aber ungemein stilvollen &#8220;Money &amp; More&#8221; schm&#252;cken und die Geheimniskomponente l&#228;sst sich durch &#8220;More &amp; more&#8221; steigern&#8230;</p>

 
      ]]></content>
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      <title>Modevokabular</title>
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      <published>2009-01-02T19:38:53Z</published>
      <updated>2009-01-10T20:47:54Z</updated>
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            <name>gt</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
         <p>Jetzt, wo die Kaufh&#228;user wieder pfundweise Prospekte in die Tageszeitung legen lassen, ist es mir wieder aufgefallen: Bezeichnungen nutzen sich offenbar ab und m&#252;ssen gelegentlich ausgetauscht werden. Ob &#8220;Unterhemden&#8221; je so bezeichnet waren, entzieht sich meiner Kenntnis, die erste Aufschrift, die ich gelesen habe, lautete &#8220;Sportjacken&#8221;, wurde zwischenzeitlich aber von &#8220;Tanktop&#8221; o. &#228;. verdr&#228;ngt. &#8220;Kaschmir&#8221; beispielsweise ist eine Gegend, um die sich Indien und Pakistan immer wieder in die Wolle geraten und eben auch eine Wolle, aus der besonders edle Teile hergestellt werden.&nbsp; Die gibt es schon ziemlich lange, nur d&#252;rfen die jetzt nicht mehr die Materialangabe &#8220;Kaschmir&#8221; tragen, sondern das genau so wenig indisch anmutende &#8220;Cashmere&#8221;. In beiden F&#228;llen geht es aber um praktisch unver&#228;nderte Dinge mit frischen Bezeichnungen.<br><br />
Anders steht es bei DVDs mit aktuellen Filmen und Serien: da haben Verkaufsstrategen erst vor vergleichsweise kurzer Zeit festgestellt, dass ein teurer anmutender Einband einen Unterschied machen k&#246;nnte. Jetzt packt man die Scheiben in Blechdosen, die &#8220;Steel book&#8221; hei&#223;en, obwohl sie weder aus Stahl sind, noch mit einem Buch sehr viel zu tun haben. Eine solche DVD enth&#228;lt dann entweder einen Spielfilm oder viele Folgen einer Serie. Da Serien inzwischen praktisch nicht mehr enden, sondern munter weiter produziert werden, passt nur eine Staffel oder neuerdings &#8220;Season&#8221; auf eine solche Scheibe. Um die Anh&#228;nger, die offenbar auch auch die m&#228;&#223;igste Serie hat, beim Schw&#228;rmen  zu entlasten, haben die Sendungen dann auch abgek&#252;rzte Titel, so k&#246;nnte zum Beispiel &#8220;DSDSD&#8221; hei&#223;en &#8220;Deutschland Sucht Den Super-Deppen&#8221;. Zusammen hie&#223;e das </p><bq>DSDSD, 1. Season im Steel book</bq><p><br><br />
Das sind tr&#252;be Zukunftsaussichten, ganz unabh&#228;ngig von der Wirtschaftslage.
</p>
      ]]></content>
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      <title>Virtuelle Wandertage</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2008:site/index/1.17</id>
      <published>2008-10-10T19:26:21Z</published>
      <updated>2008-10-10T20:32:22Z</updated>
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            <name>gt</name>
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                  </author>

      <category term="Gesellschaft"
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        label="Gesellschaft" />
      <content type="html"><![CDATA[
         <p>Zu meiner Schulzeit war ja der Name noch Programm. Am Wandertag wurde n&#228;mlich gewandert. Nachdem die Nahziele erkundet waren, wurden wir in den h&#246;heren Klassen der Volksschule sogar mit nie da gewesenem Luxus konfrontiert: einem Reisebus, der etwa eine halbe Stunde lang in als unermesslich empfundene  Weiten fuhr, um uns dort dem Wander- und Besichtigungsprogramm sowie dem Wortschwall des Lehrers zu &#252;berlassen.<br />
Offenbar bedeutet inzwischen &#8220;Wandern&#8221; etwas anderes. Nur so kann ich mir erkl&#228;ren, dass die Klassen mittlerweile am Wandertag oft, wenn nicht gar &#252;berwiegend Kinos, Spa&#223;b&#228;der, Freizeitparks, Minigolf-Anlagen oder Kegelbahnen aufsuchen. Ich gestehe ja gerne zu, dass - wenn man das Kino au&#223;en vor l&#228;sst - auch hier ein Mindestma&#223; an k&#246;rperlicher Bet&#228;tigung stattfindet und das Gemeinschaftsgef&#252;hl profitiert. Aber die Lage und Funktion der entsprechenden Institutionen ist sicher auch ohne schulische Unterst&#252;tzung bekannt, was man von dem von uns damals besuchten M&#252;nster, das fr&#252;her ein Kloster beherbergte, bezweifeln darf. Sicher kann man den Ortsnamen bei pl&#246;tzlichem Bedarf (der etwa durch eine Quizsendung hervorgerufen wird) auch der Suchmaschine des Vertrauens vorwerfen, sich einige Luftbilder des Ortes ansehen. Damit ist die Wanderung ins Virtuelle entr&#252;ckt&#8230;</p>


      ]]></content>
    </entry>

    <entry>
      <title>Flaschensammler</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2008:site/index/1.16</id>
      <published>2008-09-24T19:56:50Z</published>
      <updated>2008-10-10T20:25:51Z</updated>
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            <name>gt</name>
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      <category term="Gesellschaft"
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        label="Gesellschaft" />
      <category term="Umwelt"
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      <category term="Wirtschaft"
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        label="Wirtschaft" />
      <content type="html"><![CDATA[
         <p>Einerseits begr&#252;&#223;e ich jedes Engagement f&#252;r den Umweltschutz und wenn dies auch noch mit einer Art freiwilliger Sozialabgabe durch die Flaschenspender gekoppelt ist, warum nicht?Andererseits erinnert der Vorgang frappant an das Durchsuchen von M&#252;llkippen, wie es von Kindern in Entwicklungsl&#228;ndern berichtet wird - ist das in Deutschland wirklich n&#246;tig?<br />
<img src="http://www.treutwein.net/images/flaschen-muell-kl.jpg" width="300" height="392" alt="Flasche auf Muelleimer"/>
</p><p>
In dieser Reihenfolge habe ich die verschiedenen Unterarten kennen gelernt:
<ul>
<li>Der <b>U-Bahn-Sammler</b> klappert die Abfalleimer von U-Bahn-Stationen ab. Mit einer einzigen Fahrkarte kann man das f&#252;r die Verkehrsknoten, mit einer Tageskarte gar systematisch angehen. Einen besonders motivierten Sammler habe ich dieser T&#228;tigkeit trotz schwerer Sehbehinderung nachgehen sehen, der Schauder war ganz meinerseits.</li>
<li>Der <b>Fernreise-Sammler</b> durchk&#228;mmt Z&#252;ge der Deutschen Bahn. Die gro&#223;en Abfallbeh&#228;lter am Wagenende liegen anscheinend nicht im bequemen Radius des Flaschenspenders oder sind unbekannt, wogegen die leicht erreichbaren am Sitz nicht einmal ein kleines Fl&#228;schchen fassen. Problematisch ist die begrenzte Aufenthaltsdauer der Z&#252;ge im Bahnhof und sicher auch die Tatsache, dass die im Dezember wieder steigenden Bahnpreise auch ohne Bedienungszuschlag weniger vom Reise-Etat f&#252;r Getr&#228;nke &#252;brig lassen.</li>
<li><b>Profi-Sammler</b>: Der Zweig der M&#252;llabfuhr, der sich mit dem Einsammeln der gelben S&#228;cke befasst (das hiesige Verfahren, um die Verpackungen mit dem &#8220;gr&#252;nen Punkt&#8221; zu entsorgen), hat ebenfalls entdeckt, dass sich das nachtr&#228;gliche Aussondern der Pfandflaschen lohnt und diesen Arbeitsschritt in das Aufladen der S&#228;cke integriert. Ob dies zur Reduktion der M&#252;llgeb&#252;hren oder zur pers&#246;nlichen Einkommensaufbesserung geschieht, sei dahingestellt.</li>
<li>Der <b>Kurpromenadensammler</b>: Hier verbindet sich der Sammelvorgang mit einem ausgedehnten Spaziergang. Je nach L&#228;nge der Promenade kann es erforderlich sein, sich Proviant einzupacken, um sich bei einem kleinen P&#228;uschen f&#252;r den R&#252;ckweg zu st&#228;rken, der dann fast ausschlie&#223;lich der Erholung dienen kann.</li>
<li><b>Kommerzsammler</b>: Diese Spezies habe ich auf einem Autobahnrastplatz beobachtet. Die dortigen Gro&#223;container haben zwar nur einen Einwurfschlitz, aber mit der passenden Ausr&#252;stung, hier einem Teleskopgreifer, kann auch diesen erschwerten Bedingungen begegnet werden. Prinzipiell w&#228;re die Ausbeute sicher auch noch durch Einsatz eines endoskop-artigen Ger&#228;tes, das verbesserte Sichtungsm&#246;glichkeit mit Beleuchtung und Greifer kombiniert, zu steigern. Bei den derzeitigen Benzinpreisen und den Entfernungen zwischen den Rastpl&#228;tzen wundert mich doch, dass das Verfahren rentabel ist, aber vielleicht beschr&#228;nkt sich die T&#228;tigkeit ja auf die Hauptreisezeiten.</li>
</ul>

<p>Meiner Beobachtung nach hat der Getr&#228;nkekonsum in der &#214;ffentlichkeit hat nat&#252;rlich insgesamt in den letzten Jahren erstaunlich zugenommen, was sicher nicht nur auf die globale Erw&#228;rmung zur&#252;ckzuf&#252;hren ist, oder auf die Appelle von Gesundheitsaposteln, mehr Fl&#252;ssigkeit zu sich zu nehmen. Vielleicht ist das Nuckeln an der Flasche ein Ersatz f&#252;r das verbotene Rauchen oder dient dem Befeuchten der Sprechorgane nach ausgedehnter Mobilkommunikation?
</p>
      ]]></content>
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      <title>IMSLP wieder auferstanden</title>
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      <published>2008-07-04T21:13:00Z</published>
      <updated>2008-08-21T06:54:19Z</updated>
      <author>
            <name>gt</name>
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                  </author>

      <category term="Musik"
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        label="Musik" />
      <category term="Wirtschaft"
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        label="Wirtschaft" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Wer die Geschichte nicht kennt: Dieses Projekt, das in der Art der Wikipedia mit Hilfe vieler Freiwilliger Noten gesammelt und ins Netz gestellt hat, hatte im Oktober 2007 auf juristische Drohgeb&auml;rden des Verlags <a href="http://www.universaledition.com">Universal Edition</a> aus &Ouml;sterreich hin das komplette Angebot eingestellt. <br/></p><p>
Nun ist die juristische Sachlage ohnehin kompliziert genug - das Urheberrecht verf&auml;llt in Kanada, wo das Projekt beheimatet ist, eher als in Europa und die zentrale Frage ist: welche Schutzmechanismen, wenn &uuml;berhaupt, muss ein Informationsanbieter vorsehen, um das Herunterladen von Informationen in ein Land zu verhindern, in dem das Urheberrecht f&uuml;r diese Informationen noch gilt? Diese Frage wurde aber durch St&ouml;rfeuer verschiedenster Art vernebelt: In Einzelf&auml;llen hatte IMSLP auch gegen kanadisches Urherberrecht versto&szlig;en. Universal Edition hatte zwar nicht verlangt, das komplette Angebot abzuschalten, sondern wahlweise besagte Schutzmechanismen gefordert oder alternativ eine sehr umfangreiche und teilweise fragw&uuml;rdige Liste von Komponisten zu l&ouml;schen verlangt, ohne sich mit Gr&uuml;nden und Details aufzuhalten und den IMSLP-Leuten war die Angelegenheit dann erst einmal zu brenzlig, so dass sie zum radikalen Mittel der Komplettsperre griffen. Die daraufhin offenbar zahlreich eingegangenen, teilweise sehr ungehaltenen Wortmeldungen tr&uuml;bten die Atmosph&auml;re nachhaltig und Universal Edition war zumindest anfangs sehr bem&uuml;ht, den Eindruck zu zerstreuen, es handle sich um das Klischee &#8220;b&ouml;ser Konzern gegen wohlmeinende Freiwillige&#8221;, wurde aber immer schweigsamer. </p><br/><p>
Nach Diskussionen mit Verantwortlichen von Wikipedia, dem Projekt Gutenberg, GNU und anderen offenen Gemeinschaftsprojekten und offenbar sogar mit der Unterst&uuml;tzung einiger Musikverlage hat IMSLP diese Woche feierlich wieder er&ouml;ffnet. Ich verkneife mir jegliches Feixen und summe &#8220;viva, viva la musica!&#8221;.</p>

 
      ]]></content>
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      <title>Ist Englisch gleichbedeutend mit Computer&#45;Fachvokabular?</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2008:site/index/1.14</id>
      <published>2008-05-23T11:28:00Z</published>
      <updated>2008-05-23T18:13:53Z</updated>
      <author>
            <name>gt</name>
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      <category term="Gesellschaft"
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      <category term="Sprache"
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      <category term="Technik"
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        label="Technik" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Die Probleme sind:
</p><ol>
<li> Beim Genus ist man h&#228;ufig auf sich allein gestellt: hei&#223;t es &#8220;der&#8221;, &#8220;die&#8221; oder &#8220;das&#8221; Task?
<p>Meine Theorie ist, dass sich der Artikel oft - wenn nicht gar meistens - nach dem verdr&#228;ngten deutschen Substantiv richtet, daher &#8220;die&#8221; Mail (Post), &#8220;das&#8221; Window (Fenster), &#8220;der&#8221; Button (Knopf), &#8220;die&#8221; CPU (Zentraleinheit), &#8220;die&#8221; Hardcopy (Kopie) und eben auch &#8220;die&#8221; Task (Aufgabe).</p></li>
<li>Die Beugungsformen sind nicht trivial, wie man schon bei der Mehrzahl zum Hauptwort &#8220;Handy&#8221; sieht. <p>Beim Partizip wird es richtig abenteuerlich, weil mehrere Sprachgrenzen zu queren sind: Wenn man einen Download erfolgreich durchgef&#252;hrt, kommen (deutsche Teile in Gro&#223;buchstaben) &#8220;downGEloaded&#8221;, &#8220;downGEloadET&#8221; und &#8220;HERUNTER GELADEN&#8221; in Frage; f&#252;r Dateien, die man so im Internet ablegt, dass auch andere darauf zugreifen k&#246;nnen, habe ich schon &#8220;GEsharT&#8221; entdeckt - grauenhaft. &#8220;GErippT&#8221; f&#252;r den Vorgang, von einer Musik-CD MP3-Dateien zu erstellen, f&#228;llt in die selbe Kategorie.</p></li>
<li>Jegliches Regulativ fehlt; ist ein neues Wort wirklich sinnvoll oder gibt es schon etwas Passendes? <p>K&#252;rzlich bin ich &#252;ber das Wort <q>Leecher</q> gestolpert, das die Teilnehmer eines Tauschdienstes beschreiben soll, die nur nehmen ohne etwas beizutragen. Es kommt von <q>leech</q>, dem Wort f&#252;r Blutegel, das einem in heutiger Literatur nicht gerade oft begegnet. Deswegen halte ich <q>Schmarotzer</q> f&#252;r weit &#252;berlegen: leicht zu verstehen, trifft genau. Einzug in die deutsche Wikipedia hat &#8220;leechER&#8221; bzw. &#8220;leechEN&#8221; nat&#252;rlich trotzdem gehalten: Geht ja ganz schnell, das kann jeder. Die Kehrseite: weil man es in der Wikipedia findet, ist das Wort als existent geadelt; ist es also unn&#246;tig, auch nur einen Gedanken an Alternativen zu verschwenden?</p></li>
</ol><p>
Selbstversuch: Man kann zum Browser Firefox ein  <a href="http://www.fehler-haft.de/firefox/" title="deutsches Sprachpaket f&#252;r Firefox">stark eingedeutschtes Sprachpaket</a> herunterladen. Nach wenigen Tagen kam es mir gar nicht mehr komisch vor, statt eines <q>Cookie</q> einen <q>Keks</q> angeboten zu bekommen und <q>Randfenster</q> ist deutlich griffiger als <q>side bar</q>.</p>

<p>Klar, f&#252;r ein paar Begriffe gibt es keine richtig naheliegenden Entsprechungen:&nbsp; f&#252;r <q>Icon</q> kann zwar <q>Symbol</q> sagen, aber hat damit einem Fremdwort mit vielen Bedeutungen noch eine weitere aufgehalst; also <q>Bildchen</q>?</p>
<p>Was ist mit <q>Browser</q> oder <q>(USB-)Hub</q>?<p>Der <a href="http://www.vds-ev.de" title="Verein f&#252;r deutsche Sprache">Verein f&#252;r deutsche Sprache</a> startet immer wieder Wettbewerbe, um f&#252;r schwierigere Kandidaten deutsche Entsprechungen, gerne auch frisch gepr&#228;gt, zu suchen. <q>Klapprechner</q> statt <q>Laptop</q>&nbsp; halte ich f&#252;r ein Paradebeispiel, es f&#252;gt sich wunderbar in die Reihe <q>Taschenrechner</q> (kein Mensch sagt hierzulande <q>Pocket Calculator</q>), Tischrechner (die mit der Papierrolle) und einfach <q>Rechner</q> (statt <q>Computer</q> oder gar <q>PC</q> [sprich &#8220;Pee-Zeh&#8221;]).</p>
<p>Dass Englisch auch kein Allheilmittel ist, sieht man an den kleinen Teilen, die ein paar Gigabyte und einen USB-Stecker mitbringen: hei&#223;en die nun <q>memory drive</q>, <q>flash drive</q>, <q>USB drive</q> oder ganz anders? Ein bisschen problematisch ist, dass <q>drive</q> f&#252;r Laufwerk oder Antrieb steht, w&#228;hrend die Teile doch gerade den Vorzug haben, ohne Mechanik auszukommen. Zugegeben, <q>Speicherst&#246;psel</q> hat sich bisher auch noch nicht durchgesetzt&#8230;</p> 
      ]]></content>
    </entry>

    <entry>
      <title>Neue Kalender im Mai</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2008:site/index/1.13</id>
      <published>2008-05-10T14:09:00Z</published>
      <updated>2008-05-15T08:07:34Z</updated>
      <author>
            <name>gt</name>
            <email>gt@g-blog-t.de</email>
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      <category term="Wirtschaft"
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        label="Wirtschaft" />
      <content type="html"><![CDATA[
         <p>In John Lanchesters Roman  <q>Mr. Phillips von 6 bis 7</q> diskutiert die Abteilung Rechnungswesen dar&#252;ber, wie kurz vor der Ziehung man seinen Lottotipp (mit nur einer Tippreihe) abgeben muss, damit die Chance auf den Hauptgewinn gr&#246;&#223;er ausf&#228;llt als die Wahrscheinlichkeit, vorher noch ums Leben zu kommen. Man kommt zum ern&#252;chternden Ergebnis, gerade vollj&#228;hrig gewordene Personen d&#252;rften 68 Minuten vorher abgeben, Herrschaften im Rentenalter sollten aber bis zur Minute vorher warten. <br/></p><p>
Daran musste ich unwillk&#252;rlich wieder denken, als ich heute in den Buchhandlungen die so lange schmerzlich vermissten Kalender wieder in Scharen angeboten sah - also, ehrlich gesagt, vor einem Zeitschriftenladen habe ich letzte Woche noch einen Korb mit Kalendern von 2008 gesehen, bis Anfang Februar sah man sie &#252;berall, wenn auch mit stark unterschiedlichen Preisnachl&#228;ssen. Jetzt, nach einer Pause von etwas mehr als einem Quartal, sind also die neuen Kalender eingetroffen. Was sich bis zu ihrer G&#252;ltigkeit noch alles &#228;ndern mag, von Lappalien wie dem Datum f&#252;r den Muttertag ganz abgesehen? </p><br/><p>
Dass den Buchhandlungen f&#252;r die beanspruchte Fl&#228;che jetzt schon nichts Anderes mehr einf&#228;llt, als Kalender dort zu platzieren, finde ich eher deprimierend: interessante B&#252;cher erscheinen wohl gerade nicht? Sollten im Zuge eines Konjunkturprogrammes Kalender vielleicht k&#252;nftig nur noch ein halbes Jahr gelten?
</p>
      ]]></content>
    </entry>

    <entry>
      <title>Klassische Musik auf dem R&#252;ckzug</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2008:site/index/1.12</id>
      <published>2008-05-04T08:20:00Z</published>
      <updated>2008-05-04T09:26:53Z</updated>
      <author>
            <name>gt</name>
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                  </author>

      <category term="Musik"
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        label="Musik" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Die klassische Musik ist ein Auslaufmodell. Wer da noch irgendwelche Zweifel hat, m&#246;ge sich in einen Laden f&#252;r Waschmaschinen, Rasierer, Computer, Stereoanlagen und CDs oder wahlweise Parfum, Schreibwaren, Katzenfutter und CDs begeben und in der CD-Abteilung nach klassischer Musik suchen. (Die reinen CD-L&#228;den sind praktisch schon ausgestorben.) Aller Wahrscheinlichkeit nach muss man dort entweder nach dem Weg fragen oder mit h&#246;chster Aufmerksamkeit vorgehen. Typisch auch f&#252;r gro&#223;e M&#228;rkte sind etwa zwei Regalmeter. Zieht man davon die unverw&#252;stlichen Karajan-Aufnahmen in der f&#252;nften Nachpressung ab und die Werke solcher Interpreten, deren musikalische Verdienste zwischenzeitlich vom Personenkult oder vermarkteten Image verdeckt werden (also beispielsweise Andrea Bocelli, Andr&#233; Rieu, Luciano Pavarotti, Anne-Sophie Mutter und Anna Netrebko) dann bleibt ein k&#252;mmerlicher Rest von Billigaufnahmen, zart garniert mit ein paar Neuerscheinungen sowie CDs von K&#252;nstlern, die demn&#228;chst in der Gegend auftreten oder k&#252;rzlich aufgetreten sind. Aus unerfindlichen Gr&#252;nden sind darunter zwar mehrere Aufnahmen von Beethovens neunter Sinfonie, aber exotischere Werke (etwa ein Streichquartett) oder gar exotischere Komponisten sucht man vergebens. </p>
<p>Ein Verk&#228;ufer gab unl&#228;ngst zu, dass ihn als Klassikanh&#228;nger das selbst schmerze, der Anteil am Umsatz aber keine breitere W&#252;rdigung zulasse. Ich finde ja, dass die M&#228;rkte sich diese paar Klassik-CDs auch noch schenken k&#246;nnten: mein Bedarf an Beethovens Neunter ist gedeckt und das ganze &#252;brige Angebot lockt mich kein bisschen. Ob die Laufkundschaft, die schnell f&#252;r die Oma noch etwas &#8220;Klassisches&#8221; sucht, f&#252;ndig wird, sei dahin gestellt. Damit dreht sich die Abw&#228;rtsspirale zu noch weniger Umsatz und noch weniger Angebot schon weiter.</p>
<p>Ein einfacher Ausweg ist nicht in Sicht: Musikliebhaber m&#246;chten sich die Musik nicht einfach &#8220;nackt&#8221; herunterladen, also ohne Beiheft. Sei es, weil bei exotischen Komponisten die Wikipedia nicht &#252;ber die Vornamen, Geburts- und Todesjahr hinausgeht, sei es, weil man zu einer Opernaufnahme die Besetzung studieren oder das passende Libretto mitverfolgen m&#246;chte ohne bei jedem gestrichenen Rezitativ in hektisches Bl&#228;ttern zu verfallen - es geht nicht ohne Beiheft. Bei <a href="http://www.chandos.net/">Chandos</a> und <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/">Hyperion</a> kann man das manchmal immerhin schon separat herunterladen; da es aufgrund des Formats nicht einfach ausgedruckt werden kann, darf bezweifelt werden, ob es im kritischen Moment zur Hand ist.</p>
<p>So bleiben nur die Internet-Versender, aber das gute alte St&#246;bern ist durch noch so viele Lieblingslisten oder Hinweise wie &#8220;K&#228;ufer dieses Artikels bestellten auch&#8230;&#8221; nur bedingt zu ersetzen.</p>

<p>&nbsp;</p> 
      ]]></content>
    </entry>

    <entry>
      <title>Gleise und Ansagen</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2008:site/index/1.11</id>
      <published>2008-03-13T10:49:00Z</published>
      <updated>2008-04-04T20:49:30Z</updated>
      <author>
            <name>gt</name>
            <email>gt@g-blog-t.de</email>
                  </author>

      <category term="Gesellschaft"
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        label="Gesellschaft" />
      <category term="Sprache"
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        label="Sprache" />
      <content type="html"><![CDATA[
         <p>Das Team der Regio Bayern begr&uuml;&szlig;t die Fahrg&auml;ste freundlich und bringt vor der Ankunft in gr&ouml;&szlig;eren Bahnh&ouml;fen neben ein paar Anschlussz&uuml;gen (die oft zu &#8220;Reisem&ouml;glichkeiten&#8221; geadelt werden) noch den Tipp zu Geh&ouml;r, auch auf Aush&auml;nge und Lautsprecherdurchsagen am Bahnsteig zu achten. In modernen Doppelstock-Wagen wird die Ansage des Dienstpersonals dann noch  durch die eines geschulten Sprechers erg&auml;nzt; weil diese vom Band kommt, beginnt sie mit einem melodischen Gong, daf&uuml;r fehlen ihr aber jegliche Details &uuml;ber den demn&auml;chst erreichten Ort hinaus. Den Abschluss bildet dann die Ansage - der Ger&auml;uschkulisse nach direkt aus dem Maschinenraum - der Ausstieg befinde sich in Fahrtrichtung links.</p>
<p>Mein Favorit ist allerdings die erst gestern wieder erfolgte Ansage am Bahnsteig, die Regionalbahn nach Sonneberg tr&auml;fe aufgrund einer Verz&ouml;gerung im Betriebsablauf erst 10 Minuten sp&auml;ter ein, die gelegentlich noch mit &#8220;Wir bitten um etwas Geduld/ Ihr Verst&auml;ndnis&#8221; verziert wird. Vielleicht erwarte ich von der Vokabel &#8220;aufgrund&#8221; zu viel,&nbsp; aber dass ein Zug wegen einer Versp&auml;tung sp&auml;ter kommt, erscheint mir nicht als bemerkenswerte Erkenntnis. Andererseits scheinen solche Durchsagen aus weit entfernten Zentralen ja bevorzugt dann zu erfolgen, wenn aufgrund eines durchfahrenden Zuges auf dem Nachbargleis ohnehin nur Bruchst&uuml;cke verstanden werden k&ouml;nnen, damit mag die missgl&uuml;ckte Begr&uuml;ndung als eine andere Form der Wiederholung dienen.</p>
<p>Das Wort  &#8220;Gleis&#8221; ist mir unl&auml;ngst in Wagners Oper &#8220;Die Meistersinger von N&uuml;rnberg&#8221; begegnet; dort hei&szlig;t es im 2. Akt, 2. Szene:
<bq>
War er&#8217;s nicht, der meint, ich ging zu weit? ...
Und blieb ich nicht im Geleise,
war&#8217;s nicht auf seine Weise?
Doch war&#8217;s vielleicht auch Eitelkeit?
</bq>
<p>Meine Vermutung, es handle sich hier um einen Anachronismus, weil damals noch keine Eisenbahnen existierten, wurde aber durch Grimms W&ouml;rterbuch widerlegt: Gleise bezeichnete zuvor die Spuren, die Wagenr&auml;der auf den Wegen hinterlie&szlig;en.</p>
      ]]></content>
    </entry>

    <entry>
      <title>Heines 210. Geburtstag</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2007:site/index/1.10</id>
      <published>2007-12-13T18:47:01Z</published>
      <updated>2008-01-08T22:15:09Z</updated>
      <author>
            <name>gt</name>
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                  </author>

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      <category term="Sprache"
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        label="Sprache" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Weil es au&#223;erdem so gut zu dem Schwall an Spendenaufrufen passt, der j&#228;hrlich vor dem Fest der Liebe die Briefk&#228;sten flutet, m&#246;chte ich hier aus den Nachgelesenen Gedichte von 1845 - 1856 zitieren:
</p><bq><p>
Gott versah uns mit zwei H&#228;nden,<br />
Dass wir doppelt Gutes spenden;<br />
Nicht um doppelt zuzugreifen<br />
Und die Beute aufzuh&#228;ufen<br />
In den gro&#223;en Eisentruh&#8217;n,<br />
Wie gewisse Leute tun -<br />
(Ihren Namen auszusprechen<br />
D&#252;rfen wir uns nicht erfrechen -<br />
H&#228;ngen w&#252;rden wir sie gern.<br />
Doch sie sind so gro&#223;e Herrn,<br />
Philanthropen, Ehrenm&#228;nner,<br />
Manche sind auch unsre G&#246;nner,<br />
Und man macht aus deutschen Eichen<br />
Keine Galgen f&#252;r die Reichen.)
</p><bq><p>
Den Rest des vergn&#252;glichen Gedichtfragments &#8220;Zur Teleologie&#8221; k&#246;nnen Sie  <a href="http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Gedichte/HeineNachlese/teleolog.htm" title="Heine_Teleologie">hier</a> nachlesen.</p>

<p>
</p> 
      ]]></content>
    </entry>

    <entry>
      <title>Welche Generation hat Technik&#45;Probleme?</title>
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      <id>tag:g-blog-t.de,2007:site/index/1.9</id>
      <published>2007-11-11T19:40:00Z</published>
      <updated>2007-11-14T22:41:13Z</updated>
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      <category term="Gesellschaft"
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      <category term="Technik"
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        label="Technik" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Vorletzte Woche im Bus: Eine Studentin mokiert sich, dass sie von Ihrer Mutter, die derzeit in den USA weilt, mitten in der Nacht eine SMS erhalten habe, mit dem sensationellen Inhalt, dass diese jetzt &#8220;shoppen&#8221; gehe. Nun kann man das als Anzeichen dafür nehmen, dass besagte Mutter sich über den Zeitunterschied im Unklaren gewesen ist (und soweit der Studentin zustimmen) oder die Laufzeit solcher Nachrichten unterschätzt hat. Allerdings stehen auch zwei weitere Schlussfolgerungen im Raum:
</p><ul>
<li>Schade um die Gebühren</li>
<li>Wer seiner Erreichbarkeit so hohen Stellenwert einräumt, dass er sein eingeschaltetes Spiel- und Telefonierzeug auch nächtens in Hörweite lagert (worüber sich Akkuproduzenten und Stromlieferanten freuen), darf sich nicht beschweren, wenn es seiner Funktion nachkommt.</li>
</ul><p>
Ein - hoffentlich verstecktes - Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen bei der Vorstellung, für solch eine wertvolle Nachricht aus dem kostbaren Nachtschlaf gerissen worden zu sein.
</p> 
      ]]></content>
    </entry>


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